Wie Sie das „Death Valley of Innovation“ erfolgreich überbrücken

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Der Erfindergeist boomt in deutschen Unternehmen. Es gibt viel Begeisterung für Technologien wie Augmented Reality, Voice/Face/Emotion Recognition, Robotik, Drohnen, Hologramme etc. Allerdings scheitern die meisten Innovationen beim Sprung vom Hype in die Breitenrelevanz. Spätestens nach der großen anfänglichen Euphorie verschwinden viele vielversprechende neue Technologien, Dienstleistungen und Produkte wieder. 

Nach dem ``Hoch`` kommt oft ein ``Huch``. 

Die entscheidende Frage lautet: Was können Unternehmen tun, um es der breiten Masse der Nutzer zu erleichtern, technologiebasierte Innovationen anzunehmen. Wie müssen Marketing und Media eingesetzt werden, damit Menschen Innovationen in ihr Leben lassen? Klar scheint: Wer eine echte Innovation vermarkten will, braucht mehr als einfach nur die nächste Kampagne.

Das Problem? Das Fehlen einer klaren Mission!

Viele deutsche Unternehmen haben keine klare Mission, wenn es um Innovation geht. In einer Umfrage unter 300 Entscheidungsträgern führen 50 Prozent das Scheitern der Innovationstätigkeit auf das Fehlen eines strategischen Rahmens und eines Ziels zurück. Dinge werden getan, weil sie technisch möglich sind. Damit gerät der eigentliche Adressat der Innovation, der Nutzer, in Rückstand. Mehr als 30 Prozent der Entscheidungsträger sehen einen fehlenden Use Case als Grund für das Scheitern von Innovationsprojekten. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie „Bridging the Death Valley of Innovation“ von WPP’s diffferent und GroupM zusammen mit G+J e|MS.

Hype, Hype, hurra? 

Tu es einfach. Mutig sein. Probieren Sie es aus, und scheitern Sie im Zweifelsfall zumindest schnell. Diese Start-up-Mentalität hat sich in den letzten Jahren auch auf die Unternehmenswelt ausgeweitet. Das Problem ist, dass viele Innovationsprojekte von Unternehmen gehypt werden, bevor man überhaupt weiß, ob das Ganze für die Anwender relevant ist.
Willkommen im Death Valley of Innovations, auch bekannt als Gartner’s Tal der Desillusionierung.

Technologie für das reale Leben - Innovationen erfolgreich aktivieren

Frustration breitet sich in Innovations-Deutschland aus. Sie alle gehen ins Silicon Valley und haben mutig Methoden des Design-Denkens eingesetzt. Aber die meisten neuen Produkte und Dienstleistungen zünden nicht wirklich.
„Bridging the Death Valley of Innovation“ zeigt, dass für 61 Prozent der Befragten der wichtigste Grund ist, die mangelnde Fähigkeit zu beurteilen, ob eine Idee tatsächlich eine ausreichend große Nutzerbasis findet. 59 Prozent geben an, dass Innovationen intern gehypt werden, ohne die Frage nach der Kundenrelevanz ehrlich zu beantworten.

Die vier Hebel zur Überbrückung des Death Valley of Innovations

Unterstützt durch Interviews mit Entscheidungsträgern und Experten konnten wir vier Hebel identifizieren, um technologische Innovationen erfolgreich zu aktivieren und auf den Markt zu bringen:

1.  Vielen Innovationen fehlt eine klare Mission. Stellen Sie sicher, dass Sie als Marketingspezialist ein solides Verständnis für Ihren Zweck und das „Warum“ hinter Ihrer Idee haben. EGO steht für Ihren Beitrag zu einer besseren Welt.
 
2. Der zweite Hebel für erfolgreiche Innovationen ist EMPATHY. Ziel ist es, ein echtes Problem für die Nutzer zu lösen. Viele Unternehmen machen einfach zu wenig Aufwand, arbeiten an gefälschten Problemen oder konstruieren einfach falsche Use Cases. Bei EMPATHY geht es um ein echtes Verständnis von Consumer Insights.  
 
3.  ENGINEERING, der dritte Hebel, beschreibt die Tatsache, dass man sein Angebot bis zum Ende liebevoll denken muss. Leider geschieht dies auch in der Realität viel zu selten. Je mehr ein Innovationsprojekt gedeiht, desto weniger geht es noch um die Nutzerorientierung. Vergewissern Sie sich über die „Heldenfunktion“ Ihrer Innovation und erlauben Sie sich, „perfekt unvollkommen“ zu sein. Dies ist letztendlich für die Konsumenten attraktiver.
 
4.  Der letzte Betätigungshebel wird als ENERGY bezeichnet. Eine echte Innovation ist mehr als nur ein weiteres Produkt. Es ist eine Bewegung. Zuerst müssen die Menschen intern inspiriert werden, dann können sie auch extern für ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung brennen.  Bei Energy geht es mehr um ein starkes Geschichtenerzählen als um einfaches Verkaufen.

Auf den Punkt gebracht:

• Statt nur auf technologische Machbarkeit muss auf die Frage der menschlichen Sinnfülle geachtet werden. 
 
• Fake Problems führen zu Fake Innovations. Für viele Unternehmen ist Kundenorientierung leider immer noch nur eine Platitüde statt Attitüde.
 
• In den letzten Jahren haben viele Unternehmen massiv in das methodische Wissen rund um Innovation investiert. Aber nur weil der Hausmeister jetzt auch ein Scrum Master ist, bedeutet das nicht, dass Innovation automatisch gelingt.
Wir möchten Sie ermutigen, die Checkliste unserer Studie zu verwenden, um an EGO, EMPATHY, ENGINEERING und ENERGY Ihrer Innovationen zu arbeiten.
Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt auf Ihrer Brücke über das Death Valley of Innovation. Mehr Infos und die ganze Studie finden Sie HIER
 
Unsere Studie haben wir auch im Rahmen der BrandZ Publikation „BrandZ Top 50 Most Valuable Germany Brands 2019“ von Kantar MilwardBrown vorgestellt. Das BrandZ Booklett enthält zu dem viele weitere interessante Beiträge unserer Agenturkollegen.

Mehr zu BrandZ.

Hier geht es zum Online Booklet.

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